Das Programm 2010
Eröffnungskonzert
Samstag,
den 05. Juni 2010, 15:00 Uhr
Brandenburgisches
Staatsorchester Frankfurt
Karl-Forster-Chor,
Berlin
- Giuseppe Verdi: Messa da Requiem
- Dirigent:
- Howard Griffiths
Karl-Forster-Chor, Berlin - Solisten:
- Carola Glaser, Sopran
Sarah Ferede, Mezzo-Sopran
Sylwester Targosz-Salonek, Tenor
Reinhard Hagen, Bass
Mit einem der populärsten Werke für Chor, Solisten und Orchester eröffnet der Choriner Musiksommer seine Saison 2010: Im „Requiem“ gipfeln Guiseppe Verdis Erfahrungen als Opernkomponist und erscheinen dramatisch zugespitzt auf den Text der katholischen Totenmesse, in typisch italienischem Klangkolorit. Mit grosser Chor- und Orchesterbesetzung sowie einem vielversprechenden Solisten-Quartett gastieren Howard Griffiths und sein Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt sowie der Berliner Karl-Forster-Chor in Chorin.
Sonntag, den 06. Juni 2010, 15:00 Uhr
Preußisches Kammerorchester
- Richard
Wagner:
Siegfried Idyll - Richard
Strauss:
Konzert für Horn und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 11 - Felix
Mendelssohn-Bartholdy:
"Trompeten-Ouvertüre" C-Dur op.101 - Felix
Mendelssohn-Bartholdy:
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 („Italienische“)
- Dirigent:
- Frank Zacher
- Solist:
- Stefan Dohr, Horn
Mit einem romantischen Programm voller Kontraste präsentieren sich musikalische Gäste aus der Region: Das Preußische Kammerorchester aus Prenzlau mit seinem Chefdirigenten Frank Zacher sowie Stefan Dohr, dem Solo-Hornisten der Berliner Philharmoniker. Richard Wagners „Siegfried-Idyll“ entführt uns in die Sagenwelt der Nibelungen und Felix Mendelssohns „Sommernachtstraum“ in die Märchenwelt William Shakespeares. Diesen Werken mit ihrer erzählerischen Musiksprache gegenübergestellt stehen Richard Strauss’ virtuoses Hornkonzert und die klangvolle „Italienische“ Sinfonie von Mendelssohn.
Samstag, den 12. Juni 2010, 15:00 Uhr
Berolina-Orchester
e. V.
Berliner
Symphoniker
- Robert
Schumann:
Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 (Frühlingssymphonie) - Wolfgang
Amadeus Mozart:
Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622 - Ludwig
van Beethoven:
Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 (Pastorale)
- Dirigent:
- Lior Shambadal
- Solist:
- Wenzel Fuchs, Klarinette
Naturhafte Assoziationen wecken die Werke von Robert Schumann und Ludwig van Beethoven, auch wenn sich beide Komponisten dagegen aussprachen, dass „Frühlingssymphonie“ und „Pastorale“ Programm-Musik seien. Dieser sinfonische Rahmen umfasst das berühmte Klarinettenkonzert von W. A. Mozart mit dem Solo-Klarinettisten der Berliner Philharmoniker, Wenzel Fuchs. Die Berliner Symphoniker mit ihrem Chefdirigenten Lior Shambadal zeigen einmal mehr, dass ungebrochener Eifer, Motivation und Spielfreude entscheidend für das Bestehen in der internationalen Orchesterlandschaft sind.
Sonntag, den 13. Juni 2010, 15:00 Uhr
Original
Hoch- und Deutschmeister Wien
(Historisches
Bläserensemble in K.u.K.-Kostümen
Zusatzkonzert
um 19:00 Uhr
(19:00 Uhr keine Rasenplätze im Verkauf)
Werken von Johann Strauss, Carl Zeller, Franz Léhar, Franz von Suppé, Josef Strauss, Robert Stolz u. a.
- Leitung:
- Reinhold Novotny
- Solistin:
- Christine Holzwarth, Sopran
Wiederholt aufgrund des breiten Publikumserfolges 2007.
Einen musikalischen Bilderbogen aus dem Wien um 1900 zeichnen Reinhold Nowotny und seine Original Hoch-und Deutschmeister nach, die bereits vor zwei Jahren in Chorin – kostümiert in historischen K.-u.-K.-Uniformen – mit ihrem Programm einen grossen Publikumserfolg feiern konnten.
Samstag, den 19. Juni 2010, 15:00 Uhr
Kammerorchester Berlin
- Ludwig
van Beethoven:
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
- Dirigent:
- Gaetano d‘ Espinosa
- Solistin:
- Katrin Scholz
Zwei Kompositionen Ludwig van Beethovens stehen sich gegenüber: Das introvertierte und bestechend differenzierte Violinkonzert und die kontrastreiche Zweite Sinfonie zeichnen ein Beethoven-Portrait besonderer Art. Geigerein Katrin Scholz, die regelmäßig das Choriner Publikum begeistert und das Kammerorchester Berlin sind wieder in Chorin zu erleben.
Sonntag, den 20. Juni 2010, 15:00 Uhr
Konzerthausorchester Berlin
- Bela
Bartók:
Der wunderbare Mandarin (Suite) - Jean
Sibelius:
Violinkonzert d-Moll op. 47 - Johannes
Brahms:
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Sinfonie Nr. 1 c-moll op. 68
- Dirigent:
- Lothar Zagrosek
- Solistin:
- Viktoria Mullova, Violine
Béla Bartóks hochexpressive Musik zur Ballettpantomime „Der wunderbare Mandarin“ von 1919, deren Sujet einen erotischen wie kriminellen Hintergrund aufweist, gehört zu den maßgebenden Kompositionen, die zur musikgeschichtlichen Entwicklung des 20. Jahrhunderts beigetragen haben. Ganz anderen Charakter trägt Jean Sibelius’ feinsinniges Violinkonzert, das Viktoria Mullova, eine der bedeutendsten Geigerinnen, interpretiert. Den Abschluss markiert Johannes Brahms’ Zweite Sinfonie, die wegen ihres musikalischen Kolorits gerne als seine „Pastorale“ bezeichnet wird. Das Programm liegt in besten Händen bei Lothar Zagrosek und dem Konzerthausorchester Berlin.
Sonntag, den 27. Juni 2010, 15:00 Uhr
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
- Wolfgang
Amadeus Mozart:
Klavierkonzert Nr. 9 Es-Dur KV 271 "Jeunehomme" - Gustav
Mahler:
Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
- Dirigent:
- Howard Griffiths
- Solistin:
- Lise de la Salle, Klavier
Unter den frühen Klavierkonzerten von W. A. Mozart erscheint das „Jeunehomme“-Konzert als das wichtigste wegen seiner kompositorischen Außergewöhnlichkeit, darüber hinaus zählt es zu den beliebtesten der Mozart’schen Werke dieser Gattung. Gesteigerte Popularität erfuhr auch die Fünfte Sinfonie von Gustav Mahler, als der italienische Regisseur Lucchino Visconti für seinen Film „Tod in Venedig“ den vierten Satz, das Adagietto, heranzog.
Samstag, den 03. Juli 2010, 15:00 Uhr
Bachorchester des Gewandhauses Leipzig
- Josef
Haydn:
Sinfonie Nr. 48 C-Dur „Maria Theresia“ - Wolfgang
Amadeus Mozart:
Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595 - Johann
Christoph Graupner:
Konzert für 2 Hörner, Pauken und Orchester F-Dur - Georg
Friedrich Händel:
Feuerwerksmusik D-Dur HWV 351
- Leitung:
- Christoph Funke
- Solisten:
- Peter Rösel, Klavier
Marek Stefula, Pauken
Festmusiken haben die Musiker aus dem Leipziger Gewandhaus im Gepäck: Haydn schrieb seine C-Dur-Sinfonie zu Ehren des Besuchs von Kaiserin Maria Theresia auf Schloss Esterházy, Händels Feuerwerksmusik wurde anlässlich des Aachener Friedens komponiert. Unterstrichen wird der feierlich-majestetische Gestus von Johann Christoph Graupners Konzert für zwei Hörner und Pauken. Durch Mozarts differenziertes und spät entstandenes Klavierkonzert – gespielt vom Grandsegnieur des Klavieres, Peter Rösel – erhält das Programm einen besinnlichen, dennoch brillanten Akzent.
Sonntag, den 04. Juli 2010, 15:00 Uhr
Konzerthausorchester Berlin
- Richard
Strauss:
Der Bürger als Edelmann op. 59 - Anton
Dvorák:
Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60
- Dirigent:
- Thomas Dausgaard
Richard Strauss’ heitere Orchestersuite „Der Bürger als Edelmann“ basiert auf seiner Schauspielmusik zu Molieres Komödie „Le bourgeois gentilhomme“. Eine Rarität aus dem Strauss’schen OEuvre, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Dvorˇáks Sechste Sinfonie lebt durch das Temperament ihrer reichhaltigen Anklänge an die slawische Folklore und kam beim Publikum der Uraufführung so gut an, daß es sich den Scherzo-Satz als Zugabe forderte.
Sonntag, den 11. Juli 2010, 18:00 Uhr
Termin wurde abgesagt!
Bundesjugendorchester
- Gustav
Mahler:
Adagio aus der 10. Sinfonie Fis-Dur - Wolfgang
Amadeus Mozart:
Konzertarie „Ch‘io mi scordi de te“ für Sopran, obligates Klavier und Orchester KV 505 - Gustav
Mahler:
Sinfonie Nr. 1 D-Dur
- Dirigent:
- Gabriel Feltz
- Solistin:
- Stella Doufexis, Sopran
Mahlers suggestiver Musiksprache im Adagio seiner letzten und unvollendeten Zehnten Sinfonie kann sich der Hörer nur schwer entziehen: Klangfarbliche Zwischenwerte, musikalische Schattenbilder, groteske Züge und harmonisch bahnbrechende Akkorde charakterisieren die Musik. Im Gegensatz dazu steht Mahlers sinfonischer Erstling, mit dem er kompositorisch zu neuen ästhetischen Wegen aufbrach. Scherz, Ironie und stürmisch bewegtes Temperament sind drei der prägendsten musikalischen Eindrücke. Die auch im Programm zu hörende Konzertarie von Mozart schrieb der Komponist für die erste Sängerin der „Susanna“ im „Figaro“, Nancy Storace. Mit der Einladung des Bundesjugendorchesters unterstreicht der Choriner Musiksommer die Wichtigkeit der musikalischen Nachwuchsförderung.
Samstag, den 17. Juli 2010, 15:00 Uhr
Regensburger Domspatzen
Geistliche und weltliche Chormusik aus vier Jahrhunderten
Leitung: Roland Büchner
Einer der besten Knabenchöre ist erneut im Kloster zu Gast: Die Regensburger Domspatzen mit ihrem Leiter Roland Büchner finden bei unserem Publikum nach wie vor uneingeschränkte Zustimmung. Die jungen Sänger bringen einen spannungsreichen Wechsel aus geistlicher und weltlicher Chorliteratur unterschiedlicher Epochen zu Gehör. Ein weiterer Beitrag des Choriner Musiksommers, der der musikalischen Nachwuchspflege dient.
- Dirigent:
- Roland Büchner
Sonntag, den 18. Juli 2010, 15:00 Uhr
RSBrass - Blechbläser Ensemble des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin
- Henry Purcell: Trumpet Tune And Aire
- Tylman Susato: Susato Suite
- Giovanni Gabrieli: Canzon duodecimi toni, Sacrae Symphoniae
- Giles Farnaby: Fancie, Toyes And Dreames
- Franz Schubert: Acht Deutsche Tänze
- Antonin Dvorák: Slawischer Tanz Nr. 8
- Pjotr Ilitsch Tschaikowski: Romanze op. 5
- Jan Koetsier: Grassauer Zwiefacher
- Traditional: Muss I‘ Denn …
- Chris Hazell: Four For The Road
- Particella: Mexica Hat Dance
- Bastian Pusch: Una Notte siciliana
- Dennis Armitage: Bless My Bones
- Andrew Lloyd Webber: Cats
- John Lennon & Paul Mc Cartney, The Beatles: Michelle
- Jim Parker: A Londoner in New York
Festliche Bläsermusik aus unterschiedlichen Jahrhunderten – oder auf den Punkt gebracht: „Von Bach bis zu den Beatles“. Das Blechbläserensemble des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin wird mit einem sorgfältig ausgewählten Programm bekannter und unbekannter Schätze der Bläserliteratur und Arrangements aufwarten und begeistern.
Sonntag, den 15. August 2010, 15:00 Uhr
Staatskapelle Halle
- Ludwig
van Beethoven:
Egmont-Ouvertüre op. 84 - Antonin
Dvorák:
Konzert für Violincello und Orchester h-Moll op. 104 - Peter
Tschaikowski:
Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29 „Polnische“
- Dirigent:
- Lukasz Borowicz
- Solist:
- Benedict Kloeckner, Violincello
Die Hallenser Gäste eröffnen ihr Gastspiel mit einer der populärsten Ouvertüren Beethovens. Antonín Dvorˇáks, mit böhmischen Klangidealen gefärbtes Cellokonzert, interpretiert der 21-jährige Benedict Kloeckner, der bereits in seiner erst kurzen Laufbahn mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt wurde. Der 33-jährige Lukasz Borowicz ist Chefdirigent des Radio-Sinfonie-Orchesters Warschau und zählt zu den bemerkenswertesten Orchesterleitern seiner Generation. Er debütiert beim Choriner Musiksommer mit der bislang wenig bekannten „Polnischen“ Sinfonie von Tschaikowsky, die ihre Wirkung durch melodischen Reichtum und Wechsel zwischen zartester Lyrik sowie Ländler- bzw. Walzerhythmen erzielt.
Samstag, den 21. August 2010, 15:00 Uhr
Trompetenensemble Joachim Schäfer
Trompetengala "Musik an Königshöfen"
Konzert für 8 Trompeten, Pauken & Basso
continuo
- Georg Friedrich Händel:
Feuerwerksmusik - Jeremiah Clarke:
Suite of Ayres for the Theatre - Georg Friedrich Händel:
Wassermusik
Leitung: Joachim Schäfer
Jeremiah Clarke, Zeitgenosse Georg Friedrich Händels, ereilte das Schicksal, dass viele seiner Werke irrtümlicherweise Henry Purcell zugeschrieben wurden. So ist er nur durch ein einziges Werk berühmt geworden, das jedermann kennt, der es hört: den "Prince of Denmarks March". Doch Clarkes Œuvre hält noch eine Vielzahl von weiteren Märschen, Tanzsätzen und Trumpet Voluntarys in der festlichen Art alter englischer Bläsermusik vor.
Joachim Schäfer studierte 1990-1994 an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" und gilt als eine der hoffnungsvollsten Begabungen der jungen Trompeter-Generation. Er arrangierte eine großangelegte vierteilige Suite aus unterschiedlichen Kompositionen des Organisten und Chorleiters an St. Pauls Cathedral, London, in der der "Prince of Denmarks March" selbstverständlich enthalten ist.
Samstag,
den 28. August 2010, 15:00 Uhr
Zusatzkonzert um 19:00 Uhr
(19:00 Uhr keine Rasenplätze im Verkauf)
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt
- Gioacchino Rossini: Ouvertüre zu „Der Barbier von Sevilla“
- Emile Waldteufel: La Grande Vitesse-Polka op. 146
- Edvard Grieg: „Peer Gynt“ – Suite Nr. 1
- Edvard Grieg: Morgenstimmung
- Edvard Grieg: Solveigs Lied
- Edvard Grieg: Tanz in der Halle des Bergkönigs
- Francois Borne: Fantasie brilliante sur des airs de „Carmen“
- Johann Strauss jr.: An der schönen blauen Donau op. 314
- Johann Strauss jr.: Banditen-Galopp 0p. 378
- Gioacchino Rossini: "Katzenduett"
- Henry Wood: Fantasia on British Sea Songs
- Edward Elgar: Pomp and Circumstances Marsch Nr. 1 D-Dur
- Dirigent:
- Howard Griffiths
- Solistin:
- Asya Fateyeva, Saxophon
Nach dem überragenden Publikumserfolg der in Chorin nachempfundenen Londoner „Last Night of the Proms“ im vergangenen Jahr, dürfen Sie sich auf eine weitere Ausgabe musikalischer Sektkorken freuen. Howard Griffiths, britischer Chefdirigent des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt, sorgt für die Authentizität des außergewöhnlichen Konzertereignisses und hat erneut ein typisches Programm zusammengestellt, das Walzermelodien und die italienische Oper streift aber auch jene Werke enthält, auf die alle warten: Henry Woods „Fantasia on British Sea Songs“ und Edward Elgars „Pomp and Circumstances“.
Abschlusskonzert
Sonntag,
den 29. August 2010, 15:00 Uhr
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
- Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll
- Dirigent:
- Marek Janowski
Mit einer „sinfonischen Kathedrale“ - Bruckners abendfüllender Achter Sinfonie - von der der Dirigent Sergiu Celibidache einmal sagte, sie sei die „Krone der Sinfonik“, verabschiedet sich der Choriner Musiksommer von seinen Hörern bis zur Saison 2011 mit einem seiner langjährigen Stammorchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester unter Leitung von Marek Janowski.
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